Krypto-Steuern in Deutschland
In Deutschland ist das Finanzamt zuständig. Im Folgenden steht, welches Ereignis die Steuerpflicht auslöst, was du nachweisen können musst und welche Regeln am häufigsten missverstanden werden.
Was die Steuerpflicht auslöst
Die Veräußerung - Verkauf gegen Euro, Tausch in eine andere Kryptowährung oder Bezahlen damit.
Was du dokumentieren musst
Datum, Anschaffungskosten, Veräußerungserlös und Gebühren jeder Transaktion.
Die am häufigsten missverstandenen Regeln
- Nach einer Haltefrist von einem Jahr ist der Gewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften steuerfrei - prüfe die aktuellen Bedingungen.
- Der Tausch Krypto gegen Krypto ist eine Veräußerung, auch ohne Euro.
- Es gilt eine Freigrenze, kein Freibetrag: wird sie überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig.
So machst du es richtig
Führe eine einzige Aufzeichnung ab dem allerersten Kauf. Anschaffungskosten Jahre später über Börsen zu rekonstruieren, die es vielleicht nicht mehr gibt, kostet mehr als der Steuersatz selbst.
FAQ
Fällt Steuer an, wenn ich nie in Euro getauscht habe?
Ja. Der Tausch einer Kryptowährung in eine andere ist eine Veräußerung, auch wenn kein Euro geflossen ist.
Was, wenn ich nur Verluste hatte?
In der Regel erklärst du sie trotzdem. Ein dokumentierter Verlust kann eine spätere Belastung mindern - aber nur, wenn er erfasst wurde.
Befreit mich Selbstverwahrung von der Pflicht?
Nein. Eigene Schlüssel ändern, wer das Gut kontrolliert, nicht wer die Steuer schuldet.
Die Börse sitzt im Ausland - meldet sie für mich?
Verlasse dich nicht darauf. Die Erklärungspflicht bleibt bei dir.
Diese Seite dient der Information und ist keine Steuerberatung. Sätze und Grenzen ändern sich; prüfe die aktuellen Werte bei das Finanzamt oder bei einem Steuerberater, bevor du erklärst.